Review: AETHERNAEUM – „Naturmystik“

Aethernaeum - Naturmystik

VÖ:  02.10.2015

Label:  Einheit Produktionen

      Tracklist:

  1. Die Stimme der Wildnis
  2. Heimreise (Ein Requiem)
  3. Umarmung der Einsamkeit
  4. Die Waldschamanin
  5. Der Baumpercht
  6. Jenseits der Mauer des Schweigens
  7. Im Zyklus der Jahreszeiten
  8. Aus Silberseen
  9. Erdenzauber

Naturburschen aufgepasst ! Mit „Naturmystik“ der Berliner Formation Aethernaeum kommt euer Album. Die Band spielt naturverbundenen, folklastigen Black-Metal light, der trotz vieler kalter Momente auch viele warme, atmosphärische Momente besitzt.

„Naturmystik“ ist das zweite Album unter dem Namen Aethernaeum, vorher gab’s ein Album unter dem Namen Alexander Paul Blake, dem die jetzige Band aus einem Projektcharakter entwachsen ist.

Die Band wartet mit deutschen Texten auf, welche trotz harschem Gesang von Alexander Paul Blake meist verständlich aus den Boxen schallen. Der Gesang erzeugt kühl Stimmung und vermittelt zusammen mit vielen Naturgeräuschen wie Vogelgezwitscher eine Atmosphäre, als stände man mitten in einem mystischen Wald. Streichinstrumente sind der Band nicht fremd, so daß Cello und Violine immer präsent sind und eine meist traurige, elegische Grundstimmung erzeugen. Auch wenn im Line Up kein Violinist auszumachen ist und diese wichtige Grundlage im Sound von Aethernaeum wohl aus der Konserve stammt. Als Anhaltspunkt können durchaus Bands wie Dornenreich, mit denen Aethernaeum auch auf Tour gehen, oder eine abgespeckte Version von My Dying Bride durchgehen.

Die ersten Songs ähneln sich in Aufbau und Stimmung. So können „Die Stimme der Wildnis“ und „Heimreise (ein Requiem)“ durchaus als stilbezeichnend herhalten. Aber auch für die abendliche Märchenstunde taugt die Band, wenn mit vermehrtem Flüstergesang „Die Waldschamanin“ oder „Der Baumpercht“, bei welchem es sich um einen Wald-oder Berggeist handelt, in erzählerischer Form der Band’s Weisen erläutert werden.

Die Songs können durchaus mit Stimmungen und Herzblut punkten, beinhalten auf Albumgröße aber auch die ein oder andere Länge. Erwähnenswert ist sicherlich noch „Jenseits der Mauer des Schweigens“, ein instrumentaler Titel der etwas an die letzten Großtaten von Insomnium erinnert und wohlige Gänsehaut erzeugt.

Fazit: Aethernaeum sind sicherlich eine Alternative für Freunde des folklastigen Blackmetals, welche auch mit deutschen Texten umgehen können. Musikalisch sind die Berliner auf Augenhöhe mit vergleichbaren Bands, das Songwriting könnte auf Albumlänge aber einen Tacken spannender sein oder werden.

Bewertung:   7 / 10  Punkte

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