Review: MOURNING BELOVETH – „Rust & Bone“

Mourning_Beloveth_Cover

VÖ:  22.01.2016

Label:  Van Records

      Tracklist:

  1. Godether
  2. Rust
  3. The Mantle Tomb
  4. Bone
  5. A Terrible Beauty Is Born

Meine Herren, es zieht sich wie Lava aus den Boxen. Was die Iren Mouning Beloveth mit ihrem neuesten Studio-Album „Rust & Bone“ zur Schau stellen, ist nichts anderes als vertonte Langsamkeit, Traurigkeit und Death Doom Epik. Das Album ist die konsequente Fortsetzung des 2013er Werks „Formless“ und setzt weiterhin auf überlange Songs.

Von diesen gibt es aber nur zwei, die das Fundament des neuen Albums bilden. Zum einen der Opener „Godeth“, der mit 16 Minuten gleich dem Hörer einiges abfordert. Der Aufbau zieht sich lange hin mit zähfließenden Sounds und dem Wechsel von Klargesang von Frank Brennan und den Growls von Darren Moore. Zum anderen der 11-Minüter „The Mantle Tomb“, der stilistisch in eine ähnliche Kerbe schlägt.

Godeth“ nimmt erst in den letzten 5 Minuten richtig Fahrt auf und explodiert dann förmlich. Dies ist atmosphärisch sicher spannend aufgebaut, die ein oder andere Länge findet sich aber in den 16 Minuten auch. Dies ist keine Musik mal zum eben Nebenbei-Hören. Die Songs müssen sich entfalten und dann kann man die Langsamkeit und die folgenden Eruptionen voll genießen. Dies gilt auch für „The Mantle Tomb“.

Leider besteht „Rust & Bone“ eigentlich nur aus diesen beiden Songs und dem abschließenden Lagerfeuer-Romantik-Track „A Terrible Beauty Is Born“. Denn das kurze „Rust“ ist lediglich ein instrumentales Zwischenspiel zwischen „Godeth“ und „The Mantle Tomb“ und „Bone“ eines zwischen „The Mantle Tomb“ und „A Terrible Beauty Is Born“.

Mit 37 Minuten ist daher das neue Album recht kurz geraten. Dafür gibt es alles zu hören, was der Mourning Beloveth Fan hören will. Dramatik, Epik, Death-Parts, Doom-Parts, Chöre, elegische Gitarren und krachende Ausbrüche. Und wie im Abschluß-Song zu hören, fantastische Akkustik-Gitarren mit wunderschönen Melodien. Etwas erinnern Mourning Beloveth an das letzte Werk der deutschen Nautik-Doomer Ahab oder auch an Novembers Doom. Unheimlich intensiv, unheimlich faszinierend.

Seit knapp einem Vierteljahrhundert zelebrieren die Iren nun ihren schwermütigen, doomlastigen Sound und sind nach wie vor von Fröhlichkeit so weit entfernt, wie Helloween oder Gamma Ray von Schweremütigkeit. Und das ist auch gut so. Der Funeral Doomer kann bedenkenlos bei „Rust & Bone“ zuschlagen, auch wenn es durchaus etwas mehr Musik nach zwei Jahren hätte sein können.

Bewertung:  8 / 10

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