Review: CHURCH OF MISERY – „And Then There Were None“

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VÖ:  04.03.2016

Label:  Rise Above Records

     Tracklist:

  1. The Hell Benders
  2. Make Them Die Slowly
  3. Doctor Death
  4. River Demon
  5. Confessions Of An Embittered Soul
  6. Murderfreak Blues

„And Then There Were None“ ist das sechste Album der japanischen Stoner Doom Band Church Of Misery. Und gleichzeitig das erste, bei dem Mainman und Bassist Tatsu Mikami ausländische Mitmusiker für seine Band gewinnen musste, um dieses neue Album zu realisieren.

Gefunden hat er diese in Gitarrist Dave „Depraved“ Szulkin, Earthride-Drummer Eric Little und als markantesten Punkt Sänger Scott Carlson (ex-Repulsion). Dieser Carlos, der den bekannten Repulsion Klassiker „Horrified“ eingesungen hat, zeichnet auch gleichzeitig verantwortlich für die Lyrics des Albums, in dem es vornehmlich um Serienkiller geht.

Musikalisch bleiben Church Of Misery dem Black Sabbath gehuldigten Doom Metal treu und bietet weitestgehend souveräne Doom/Stoner-Kost für den geneigten Fan. Schon der Opener „The Hell Benders“, inspiriert von den Benders Familien-Morden 1870 an der Grenze zu Kansas, schwingt die typischen Sabbath-Riffs der Frühzeit. Anders der Gesang von Carlson. Er besitzt ein weit rauheres, dreckigeres Organ als Sabbath-Ozzy und liegt in manchen Parts nicht unweit eines Alice Cooper.

Das Eröffnungs-Riff von „Make Them Die Slowly“ kommt einem dann auch sehr bekannt vor. Wer denkt hier nicht an den Sabbath-Klassiker „Iron Man“ ? – Es kommt fast einem Rip-Off gleich am Anfang, glücklicherweise ändert sich der Verlauf des Songs dann doch in andere Bahnen.

Großartig ändert sich der Sound der Band im Verlauf des Albums nicht mehr. Sei es der Serienkiller Brüller „Doctor Death“ oder der hektische, chaotische Abschlußtrack „Murderfreak Blues“, der tatsächlich einige Blues-Anleihen enthält und somit etwas aus dem vorherigen Rahmen fällt.

Immer wieder peppen Church Of Misery ihre Songs zu Beginn mit Einspielungen von Nachrichtensprechern, die Unheilvolles verkünden, oder Angstschreie von Opfern ein, die so etwas wie einen roten Faden in das Album bringen. Die Songs an sich bieten wenig Abwechslung und gehen gerade so als gutklassige Sabbath-Hommagen durch. Auch der etwas eigenwillige Gesang von Scott Carlso ändert daran nicht arg viel, bringt aber dennoch die besondere Note in dieses Album ein.

Fans von etwas altbackenem Stoner-/Doom, die die ersten fünf Alben von Black Sabbath vergöttern, dürfen hier gerne aufhorchen und finden sicherlich Gefallen. Der moderne Metaller bleibt lieber fern.

Bewertung:  6 / 10

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