Review: LION TWIN – „Nashville“

lion twin cover

VÖ:  15.11.2013

Label:  Fastball Music

     Tracklist:

  1. Ready to Rock
  2. Day Of Anger (ft. Udo Dierkschneider)
  3. When the Lights go on
  4. Tristan & Isolde
  5. Eco Warrior
  6. Far Away
  7. Behold the Man
  8. Occupy !
  9. Notung
  10. Wings of Love

Nashville gilt als „Music City“ der USA und hat die Rock- Pop- und Folk-Musik, vor allem Country, entscheidend mitgeprägt. Und nach dieser Stadt haben die Wuppertaler Lion Twin ihr Debutalbum benannt, welches schon 2013 erschien. Gemixt und gemastered im »WireWorld Studio« in ebenjener Stadt von keinem geringeren als Michael Wagener (produzierte u. a. Accept, Dokken, Great White, Ozzy Osbourne und Alice Cooper). Also nicht die schlechtesten Voraussetzungen für einen Newcomer. Als prominenten Gast konnte die offiziell als Duo agierende Band ex-Accept Frontröhre Udo Dirkschneider gewinnen, wobei Michael Wagener da sicher mitgeholfen hat, ihn zu engagieren. Auch eine Tour mit Rage haben die beiden Wuppertaler schon bestritten.

Aber kommen wir zum wichtigsten: der Musik. Auf ihrer Homepage bezeichnen sich Sängerin Liane Vollmer-Sturm, oder Li, wie auf der Seite zu lesen ist, und Gitarrist Jan Koemmet als Metal-Pop Duo. Wobei ich sagen muss, dass Lion Twin deutlich mehr zum Metal als zum Pop tendieren und auch vereinzelt ein paar Folk-Einflüsse durchschimmern. So gibt es harte Gitarrenriffs, die auch mal erstaunlich fluffig rüberkommen, bisweilen poppige Melodien ohne allerdings ins kitschige oder gar schmalzige (besonders bei den Balladen) abzudriften, solides Songwriting und eine gute bis sehr gute musikalische Umsetzung. Li singt überwiegend in tieferen Tonlagen und verfügt über ein ausdrucksstarkes und kräftiges Organ, dass sich auch gegen härtere Gitarrenparts durchsetzen kann. Der Gastauftritt von Udo ist zwar nett, allerdings auch nicht grade nachhaltig, sprich es hätte musikalisch kaum etwas verändert, wenn er nicht auf dem Album gesungen hätte. Was vermuten lässt, dass es sich hierbei um einen rein kommerziellen Auftritt handelte. Über das gesamte Album gesehen bleibt das Niveau der Songs nahezu auf einem Level. Kein Song ist wirklich schlecht, aber Ausreißer nach oben gibt es kaum, am ehesten noch „Far away“ der mit Flöte, Dudelsack und leicht gezupfter Gitarre stellenweise folkig rüberkommt. Aber sonst gibt es keine nennenswerten Überraschungen.

Noch ein Wort zum (arg einfallslosen) Cover: Ein gelblich/beiger Hintergrund, auf dem die Symbole für die Sternzeichen Löwe und Zwilling als goldenes Gebilde zu sehen sind zeugt hier nicht grade von kreativer Innovation. Letztlich sollte zwar nur die Musik zählen, aber ein ansprechendes Coverartwork könnte trotzdem nicht schaden.

Autor:  David Kerber

Bewertung:  5,5 / 10

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