Review: SECRET RULE – „Machination“

Secret Rule - Machination

VÖ:  24.06.2016

Label:  Scarlet Records

     Tracklist:

  1. Ex-Machina
  2. The Saviour
  3. I Have The Sun
  4. Dolls
  5. I Will
  6. The Image
  7. You’re The Player
  8. Your Trap
  9. Foolish Daisy
  10. Short Stories
  11. A Mother

Gegründet wurden Secret Rule Anfang 2014 in der mit der Idee einen druckvollen Sound mit eingängigen Melodien zu kombinieren. Im Februar 2015 erschien mit “Transposed Emotions” das Debutalbum der Band aus der italienischen Hauptstadt. Und nur 1¼ Jahre später steht der zweite Silberling “Machination” in den Startlöchern. Bei den Aufnahmen wurde das Trio durch Keyboarder Henrik Klingenberg und Schlagzeuger Sander Zoer komplettiert.

“Ex-Machina” startet mit Industrial-Klängen, die auch im Verlauf des Songs erhalten bleiben. Keyboards untermalen das Schlagzeug und die Gitarren, der Gesang klingt passend dazu ein wenig abgehackt. Erfreulicherweise hat Sängerin Angela Di Vincenzo keine 0815-Stimme. Insgesamt ist der Opener des Albums nicht gerade eingängig arrangiert. Die Industrial-Anleihen setzen sich dann auch bei den nachfolgenden Songs fort, die Synthies drängen sich in den Vordergrund, gut zu hören z.B. bei “The Saviour” oder auch “Your Trap”.

Bei dem recht schnell gespielten “Dolls” zeigt Angela, dass sie sich auch im tieferen stimmlichen Bereich wohl fühlt. Der Song ist proggig angelegt. Der für mich mit Abstand beste Song des ist eine Ballade. In “The Image” passen Gesang und Instrumentierung hervorragend zusammen. Vor allem die Riffs können hier gefallen, die Keyboards halten sich dezent im Hintergrund, passenderweise sind mehr e-Piano-Klänge zu hören. Ein Super-Gitarrensolo rundet diesen Song ab.

In “Foolish daisy” fließen dann Growls in das Arrangement ein, die der im Wesentlichen poppigen Melodie-Führung einen metallischen Anstrich verleihen sollen. Mit einer weiteren Ballade (“A Mother”) klingt das Album aus, eingängige Melodien mit zum Teil akustischen gezupften Gitarren.

Eines kann man zu Secret Rule sagen, hier sind hervorragende Musiker am Werk. Die Stimme von Angela Di Vincenzo ist angenehm und sehr vielseitig. All das kann aber nicht über kleinere Mängel im Songwriting hinweg täuschen. Zu wenig

Überraschendes, zu wenig Abwechslung. Es gibt einige gute musikalische Ansätze zu hören, trotzdem macht sich bei wiederholten Durchläufen etwas Langeweile breit. Ihr Potential schöpfen die Italiener eigentlich nur bei den beiden Balladen aus.

Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  7 / 10

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