Review: TOTHEM – „Gemini“

Tothem - Gemini

VÖ:  10.05.2016

Label:  Maple Metal Records

       Tracklist:

  1. Gemini
  2. Die A Thousand Lives
  3. Legacy
  4. Soul Mates
  5. Bipolar Disorder
  6. Liar
  7. L‘ essenza
  8. The Other Half
  9. The Rains Of Castamere
  10. The Witch (live)

Bereits 2003 erschien die EP “Tothem”. Dann war es eine Weile ruhig um die Band aus der italienischen Hauptstadt, bevor das Projekt von Gitarrist Mark Cyril und Sängerin Roslen Bondi mit drei neuen Mitgliedern wiederbelebt wurde. 2013 erschien das Debut-Album “Beyond The Sea” auf dem kanadischen Label “Mapel Metal Records”. Und seit Mai diesen Jahres kann man den zweiten Full-Length Silberling “Gemini” anhören und kaufen.

Das Album startet fulminant mit dem Titelsong. Das Schlagzeug gibt den Rhythmus vor, dazu schnelle Gitarrenriffs, und Roslen Bondi singt mit klarer rockender Stimme. Gegen Ende des Songs sind Streicher zu hören und die Sängerin zeigt eindrucksvoll, dass sie eine klassisch ausgebildete Belcanto-Sopranistin ist. Mühelos schwingt sie sich in die höchsten Tonhöhen. Ihre hohe Stimme setzt Roslen aber nicht ständig, so rockt sie zum Beispiel im sehr melodischen “Die A Thousands Lives” durchgängig. Dazu gibt es knallende Riffs, die von den Keyboards dezent unterlegt werden.

Etwas ruhiger ist dann “Legacy”, die Gitarren knallen rhythmisch aus den Kopfhörern und werden durch orchestrale Passagen unterlegt. Gegen Ende gibt es dann ein kurzes, filigranes Gitarrensolo. Mit “Soul Mates” folgt eine Ballade, bei der Roslen Bondi ihren gesamten Stimmumfang ausreizt, von mittleren bis in die höchsten Höhen. Eine Power-Ballade im Stile klassischer Arien – mit beeindruckenden Koloraturen.

Mit Trommelwirbel und Synthie-Klingen startet “Liar”. Die Synthies prägen auch den gesamten Song, später kommen rhythmische Riffs dazu, das Ganze mit durchaus mainstreamigen Charakter. In dem ruhigeren, balladesken Song glänzt Roslen Bondi erneut durch ihre klare und saubere Sopran-Stimme. Vor allem ihre Koloraturen beeindrucken mich erneut.

Im abschließenden Live-Mittschnitt “The Witch”, stellt die Sängerin eindeutig unter Beweis, dass sie ihre stimmlichen Fähigkeiten auch auf der Bühne abrufen kann.

Mit dem Vorgängeralbum “Beyond The Sea” haben Tothem die Messlatte sehr hoch gelegt. Es gelingt ihnen jedoch spielend, mit “Gemini” noch einen drauf zu setzen. Die hervorragenden abwechslungsreichen Kompositionen werden durch die Musiker sehr gut musikalisch umgesetzt. Das Album ist modern und druckvoll produziert. Aber über allem steht die imponierende gesangliche Leistung von Roslen Bondi. Ihre Stimme ist äußerst facettenreich. Sauber und klar deckt sie einen großen Stimmumfang ab, vom tieferen Mezzosopran bis hin zum hohen Belcanto-Sopran. Und diese gesangliche Leistung kann sie auch live abrufen. Tothem reihen sich mit diesem Album in die lange Liste sehr guter Melodic Metal Bands aus Italien ein.

Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  9 / 10

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