Review: BLACK PRIEST OF SATAN – „Element Of Destruction“

BPOS-Cover

VÖ:  04.03.2016

Label:  Deathstrike Records

     Tracklist:

  1. The Element Of Destruction
  2. Prophet Of Fire
  3. Blazing Fires In The Night
  4. Unheard Prayer
  5. Ritual Of 3 Candles
  6. Guided By Two Moons

Sie wollen Ihren spießigen Nachbarn loswerden ? – dann gibt es jetzt das geeignete Mittel dafür, denn der Gute wird nicht einen einzigen Song aus dem Debut Album „Element Of Destruction“ des deutschen Black-/Doom-Duos Black Priest Of Satan überleben. Denn was dieses Duo auf dem Dreher fabriziert, klingt wahrlich wie eine einzige schwarze Messe in den tiefsten Abgründen der Vorhölle.

Was bereits mit „The Element Of Destruction“, der Eröffnung des morbiden Schauspiels beginnt, zieht sich wie ein schwarzer Faden durch die kompletten sechs Songs des Albums. Unheilvoll mystischer Beginn, der in derbstes, unsauberes Black-Geschredder mündet und mit dem Gekeife von Molestor Kadotus (außerdem Drums) in Manier des Opferpriesters persönlich einer Zeremonie blutigster Satans-Huldigung gleicht. Der „Gesang“ donnert mit unheimlich viel Hall durch die Songs und diverse Altar-Chöre verfeinern die kruden Szenerien. Avenger (Gitarren, Synths und ebenfalls Drums) ist der Ideengeber der schwarzen Priester und die berstenden Gitarrenläufe sind teils schwer verdaulich, so daß es fast wehtut, diesen zu folgen. Aber man muß halt auch selbst Opfer bringen.

Dies zieht sich mit „Prophet of Fire“ und „“Blazing Fires In The Night“ in gleicher Art und Weise dahin, bis bei „Unheard Prayer“ plötzlich das Tempo stark verlangsamt wird und der Doom-Anteil in den folgenden Songs erheblich ansteigt. Gleichzeitig trumpfen die Drums mächtig und niederschmetternd auf, so daß man geneigt ist, den Auswüchsen der beiden Protagonisten Respekt zu zollen ob der Atmosphäre, welche nun umso mehr die Songs prägt.

Es gipfelt im 11-minütigen „Ritual of 3 Candles“, einer schwarzmetallisch durchsetzten Doom-Walze, die das für die Opfer schreckliche Ritual perfekt vertont und einen mit der Freude zurücklässt, daß man nicht selbst als Auserwählter dargeboten wird.

Es knarzt, es raucht, es leidet, es schwarz-predigt….daran ändert auch der Abschlußsong „Guided By Two Moons“ nichts. Hat man das Album überlebt, wird man es immer wieder auflegen mögen (wenn man dieser Art von Musik etwas abgewinnen kann). Der Nachbar allerdings nicht mehr.

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10

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