Review: BLOOD AGES – „Godless Sandborn“

CoverBloodAges04_02_16_RVB

VÖ:  27.03.2016

Label:  Mighty Music

        Tracklist:

  1. Among The Ashes
  2. The Beast Within
  3. He Who Came To Defile The World
  4. Crown Collector
  5. From The Void To The Throne
  6. Backstab
  7. The Ritual: Soil Of The Crawling Chaos
  8. Collapse
  9. Beyond The Gates Of Madness
  10. The Maze

Wenn man sich das Artwork und den Albumtitel anschaut wird klar, Blood Ages spielen Wüsten-Death. Das heißt Death Metal mit orientalischen Spuren. So neu ist das nicht, wird der ein oder andere sagen, gibt es doch mit Nile und Melechesh mindestens zwei bekannte Vertreter dieser Gattung. Allerdings gehen diese Franzosen aus Toulouse eine Spur heftiger zu Werke, als die Genannten.

So beginnt man mit der unheimlichen, ägyptischen Einführung „Among the Ashes“ quasi als Intro für die Story, die hinter „Godless Sandborn“ steht. Dem Infoblatt zufolge dreht es sich in diesem Album um den Waisenknaben Hamza, der in einen Assassinen-Orden aufgenommen wird und der Geschichte seines gleichzeitig glorreichen als auch tragischen Wegs. Mit „The Beast Within“ wird dann aber unmissverständlich klar, wie kompromisslos Blood Ages aufspielen. Sehr brutales Riffing und die teils abartigen Growls von Nicolas Gandolphe bringen manche Stücke gar in die Nähe des Deathcore. Oft verlieren sich die Growls aufgrund der immer heftigeren Raserei in hysterisches Quieken, wie man es auch von älteren Deicide-Songs her kennt.

Dabei verlieren Blood Ages aber nie den technischen Anspruch aus den Augen und mit gleich zwei Gitarristen, Pat Berbie und Augustin Raupp, knallen die Riffs mit Karacho aber auch technisch versiert aus den Boxen. Und da man natürlich immer wieder das Tempo herausnimmt, um mit orientalischen Klängen die Geschichte voranzutreiben, wird das Gehörte nie langweilig und wirkt bei aller Brutalität mächtig und erhaben.

Bestes Beispiel hierfür ist das 8-Minütige „The Ritual: Soil of the Crawling Chaos“, das in der ersten Hälte aus orientalischem Klagegesang, Eunuchen-Chor auf dem Weg zur Pyramide und sonstigen Desert-Klängen besteht, bevor in der zweiten Hälte mit unglaublichen Riffs ein wahres Death-Metal-Gewitter losbricht. Fantastische Nummer, die auch live sicher starke Resonanzen auslösen wird.

Wer also heftigen Death Metal der Oriental-Klasse mag, wird mit Blood Ages bestens bedient. Zwar erreicht man die Großtaten der oben genannten, vergleichbaren Bands noch nicht, aber dafür, daß die Band erst seit 2009 exisitiert und „Godless Sandborn“ erst das zweite Album darstellt, sind die Franzosen schon erstaunlich weit und ausgereift. Ein wahrer Death Metal Leckerbissen für Nischen-Fans.

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7,5 / 10

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