Review: NETHERBIRD – „The Grander Voyage“

netherbird-cover

VÖ:  28.10.2016

Label:  Black Lodge Records

      Tracklist:

  1. Pale Flames On The Horizon
  2. Hinterlands
  3. Dance Of The Eternals
  4. Windwards
  5. Pillars Of The Sky
  6. Silvan Shrine
  7. Emerald Crossroads

Die Schweden Netherbird gibt’s jetzt auch schon seit 12 Jahren und während dieser Zeit hat man es auf drei vollwertige Alben gebracht. Mit „The Grander Voyage“ liegt nun das vierte Zeitzeugnis der Kombo vor und ein Blick auf’s Albumartwork lässt wie auch schon beim Vorgänger leichte Assoziationen zu Bathory zu, als diese mit „Blood Fire Death“ und „Hammerheart“ quasi den Pagan Black Metal begründeten.

Und so ist es nicht verwunderlich, daß Netherbird auch grob in diese Richtung gehen. Melodischer Death-/Black Metal mit dem Hang zu Pagan Sounds und mächtigen Kompositionen. So sind die 7 Songs gespickt mit epischen Gitarrenmelodien und Blastbeats, welche die Nummern vorantreiben.

Im Grunde funktionieren die Songs, bei denen es lyrisch im einzelnen um die Reise eines Menschen während seines Lebens geht, auch ganz gut. Man baut das Album spannend mit „Pale Flames On The Horizon“ und Donnerhall auf und setzt immer geschickt sein epische Duftmarke zur rechten Zeit.

Den Gesang von Johan „Nephente“ Fridell kann man dagegen allenfalls als gewöhnlich bezeichnen. Ohne großartigen Wiedererkennungswert schmettert er in Johann Hegg-Manier die Lyrics um die Ohren. Ein Plus ist, daß man die Texte sogar teilweise, trotz Aggressivität, versteht. Aber, wie gesagt, äußerst gewöhnlich. Auch musikalisch sucht man trotz der ganzen epischen Ausrichtung irgendwie den Kick von tollen Songs. Tracks wie „Pillars of the Sky“, „Windwards“ oder „Silvan Shrine“ bieten zwar gutklassiges Futter für Pagan-Fans, der große Aha-Moment bleibt aber aus. Zu gleichförmig präsentieren Netherbird ihre Volks-Weisen und dadurch fällt es schwer, die einzelnen Songs auseinanderzuhalten.

Auch produktionstechnisch hätte man für meinen Geschmack etwas mehr Druck auf die Drums legen können und der Sound klingt etwas stumpf. Vor allem, wenn man bedenkt, daß man mit Fredrik Widigs (Marduk, ex-Demonical) eigentlich eine Drumoffensive in den eigenen Reihen hat.

Bleibt unterm Strich also ein Album, daß der angesprochenen Zielgruppe von Pagan-Death/Black Fans gefallen dürfte, aber nicht an Bands ähnlicher Ausrichtung wie Amon Amarth, Insomnium oder im härteren Fall gar Bathory heranreicht. Schlecht ist’s nicht, aber halt eben nicht gerade außergewöhnlich. Spieltechnisch hat’s die Band drauf, so viel sei gesagt. Nephente könnte beim Gesang allerdings nachlegen.

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  6 / 10

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