Review: FAKE IDOLS – „Witness“

fake-idols-witness

VÖ:  16.09.2016

Label:  Scarlet Records

     Tracklist:

  1. Out Of Gear
  2. Mad Fall
  3. So Now
  4. Sail
  5. The City’s Burning
  6. Silence
  7. I’m A Fake
  8. Go
  9. Could You Bid Me Farewell
  10. Prayers On Fire
  11. Witness

Wenn sich Musiker von Death- und Black-Metal-Bands zusammenschließen, kann doch eigentlich nur Death- oder Black-Metal rauskommen, oder? Im Falle von Fake Idols nicht, denn die spielen Melodic Metal mit Klargesang. 2012 von (ehemaligen) Raintime-Musikern gegründet, legten die Italiener jüngst ihr zweites Album Witness vor. Und dieses Mal konnte man mit Phil Campbell (Motörhead) und Damna (Elvenking) zwei mehr oder weniger namhafte Gäste verpflichten.

„Out of gear“ ist ein klassischer Opener. Hart, schnell, catchy Refrain und gutes Solo im Mittelteil. Macht auf jeden Fall Lust auf mehr. Schon beim zweiten Song „Mad fall“ darf Phil Campbell die Gitarre auspacken. Welche Passage(n) er spielt, kann ich leider nicht beurteilen, da ich mit seinem Spielstil nicht sonderlich vertraut bin. Jedenfalls ist der Song schon recht motörheadlastig, mal abgesehen vom Gesang, der nicht so kratzig rüberkommt.

Und in diesem Stil, der irgendwo zwischen Adrenaline Mob und 80er Jahre Hard Rock liegt, geht es auch weiter. Handwerklich ganz ordentlich aber im Kopf bleibt nicht viel hängen. Auch der Gastauftritt von Damna bei „The city’s burning“ verpufft irgendwie. Ein großer Hit? Am ehesten noch „Go“, ansonsten regiert hier (leider) nur Durchschnitt. Zumindest in kompositorischer Hinsicht, spielerisch und gesangstechnisch ist alles gut bis sehr gut, es fehlen halt nur die markanten Songs, die für ein Aha-Erlebnis sorgen könnten. So dudelt das Werk vor sich hin ohne größere Akzente setzen zu können.

Aber vielleicht ist das in diesem Genre so üblich und wird von den Fans auch so erwartet oder ich bin einfach zu anspruchsvoll. Jedenfalls hat mich die Platte nicht sonderlich vom Hocker gerissen. Ganz gut geeignet um sie nebenbei oder bei Partys zu hören aber mehr eben auch nicht.

Autor:  David Kerber

Bewertung:  4 / 10

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