Review: MONSTERNAUT – „Monsternaut“

monsternaut_300dpi_cmyk

VÖ:  07.10.2016

Label:  Heavy Psych Records

      Tracklist:

  1. Dog Town
  2. Back For More
  3. Mountain Doom
  4. Caravan
  5. Black Horizon
  6. Volcanos
  7. Mean Machine
  8. Mexico
  9. Dragons

Die Finnen Monsternaut spielen Stoner Rock in der Tradition von Queens of the Stone Age oder Fu Manchu. So zumindest umschreibt es der Waschzettel des Labels. Ok, diese Art von Musik spielen viele Bands.

Das Album „Monsternaut“, welches heuer über Heavy Psych Records veröffentlicht wurde, fasst ältere Aufnahmen der Band zusammen. Die erste Hälte des Album stammt aus Sessions von 2012, die zweite Hälfe von 2014. Also nichts Neues der Band, dafür zusammengefasst zu einem Vollzeitalbum, das die Schaffenzeit der Finnen darstellt.

Man startet auch zielsicher mit aufheulenden Motoren und liefert mit „Dog Town“ gleich mal den Dreck und Wüstenstaub, den ein Stoner Album nun mal braucht. Sänger/Gitarrist Tuomas Heiskanen liefert allerdings mehr oder weniger lässigen Sprechgesang ab, der im Stimmumfang quer durch das Album nur marginal variiert. Auch atmen die ersten vier Songs alle den gleichen Classic Rock Gitarrenduft, der mal midtempolastig, mal etwas schneller rüberkommt. Erst am „Black Horizon“ ändert sich dies. Hier wird die Band ungleich langsamer, doomiger und Iommi-verdächtige Riffs zelebrieren eine schwerere Atmosphäre.

Leider rumpelt und knarzt es ab dann recht holprig durch die Gegend. Bei „Volcanos“ versucht man sich an spacigeren Tönen und verzerrtem Gesang. Die Gitarren und der Bass werden dermaßen labberig angeschlagen, daß das Kratzen im Ohr beinahe wehtut. Auch die restlichen Songs ändern sich dahingehend nicht mehr. Grober, viel zu abgefuckter Stoff, um den Hörer gleichbleibend bei Laune zu halten.

Bleibt also lediglich ein Album, deren erste Hälte im Ansatz gute Stonerqualitäten liefert, danach aber steil abflacht. Man könnte beinahe meinen, daß die Sessions von 2012 mehr Seele und Rock-Attitüde besaßen, als der zweite Teil, der doch arg in Psychedelic-artige Ungereimtheiten zerfliesst.

Monsternaut können den Staubigsten unter uns durchaus gefallen, der Rest sollte äußerst vorsichtig an das Album herangehen. Auch wenn man Fan der altehrwürdigen Queens of the Stone Age oder Fu Manchu ist.

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  4 / 10

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s