Review: STEEL MESSIAH – „Of Laser and Lightning (EP)“

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VÖ:  2016

Label:  Eigenregie

     Tracklist:

  1. Struck By Lightning
  2. Dr. Steel
  3. Bringer Of Pain
  4. Fast‘ N Sharp
  5. Motorcycle Maniac

Sehr kultig, meine Herren ! Damit meine ich die erste EP der Ulmer Formation Steel Messiah „Of Laser and Lightning“. Die Band verwurstet so ziemlich jede lyrische Metal-Plattheit, die es im German Metal Sektor so gibt. Dabei besitzt das Ganze allerdings einen (teils naiven) Charme, dem man sich nur schwer entziehen kann, wenn man mit deutschen Kapellen der End-Achtziger kann.

Die Band wurde erst 2013 gegründet und ich finde es schon mal ehrenwert, daß man erst einmal eine EP auf den Markt schmeisst und nicht gleich ein volles Album, welches zum Teil dann aus Füllern besteht. Ein Blick auf’s (Wasserfarben-)Artwork ist zumindest grenzwertig und könnte in naher Zukunft ebenso kultig werden wie die Musik von Steel Messiah.

Hier befinden sich die Herren um Sirene und Bassist Marius Röntgen in der Fahrrinne von deutschen 80er Bands, die den Durchbruch nie wirklich schafften. Bullet (die deutschen), Risk, Tyrant (die deutschen) oder auch Restless fallen mir hier ein, aber auch größere Kaliber wie (alte) Rage, Accept oder (alte) Helloween haben deutlich ihre Spuren bei der Band hinterlassen.

Der Opener „Struck By Lightning“ erinnert sogar ein wenig an Stormwitch der Frühphase. Generell kreischt Marius recht hoch durch die Gegend, die Gitarren braten solide, ohne Firlefanz und Brillianz. „Dr. Steel“ besitzt durchaus diesen alten Helloween-Touch („Dr. Stein“, you know ?), über die Lyrics sollte man aber besser hinweghören. Platter geht’s kaum.

Auch „Bringer of Pain“, „Fast’n Sharp“ und „Motorcycle Maniac“ schlagen in ähnliche Kerben und lassen wenig Spielraum zu anderen Interpretationen zu. Klassische deutsche Metalschule, gepaart mit der Unbekümmertheim Jugendlicher, die mit Spaß drauflos spielen, ohne sich allzuviel Gedanken über Sinn-Inhalte oder Gehalt zu machen. Das wirkt vielleicht an der ein oder anderen Stelle naiv, ich finde das Ganze wie erwähnt äußerst kultig.

Die Zielgruppe ist gesteckt. Mal schau’n, was die Jungs reißen können.

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10

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