Review: MY DYNAMITE – „Otherside“

my-dynamite-otherside

VÖ:  27.01.2017

Label:  Listenable Records

     Tracklist:

  1. Round The Bend
  2. Witch Hat
  3. So Familiar
  4. State We’re In
  5. Can’t Tell Lies
  6. Love Revolution
  7. Motortalkin‘
  8. Otherside
  9. Don’t Steal The Light

Es wird keine großartigen Innovationen mehr geben in der Classic Rock/Vintage-Szene. Zu viele Bands sind in den letzten Jahren auf der Bildfläche erschienen. Einige davon brauchbar bis gut, andere verzichtbar. My Dynamite aus Australien machen hier auch keine Ausnahme, aber dennoch ihre Sache gut. „Otherside“ nennt sich deren neues Album, das zweite nach dem selbstbetitelten Debut von 2012.

Schon ein Blick auf die Bandfotos zeigt wohin der musikalische Weg führt. Vintage-Hemden und ol‘ blue jeans sind angesagt und die Bärte wachsen mit dem Kopfhaar um die Wette. Musikalisch gibt es viele Verneigungen zu Bands wie den Black Crowes, Led Zeppelin, Humble Pie oder auch den Stones. Die Mundharmonika spielt eine etwas größere Rolle im Sound von My Dynamite, wie bereits im Opener „Round the Bend“ zu hören ist. Bar Piano, southern-u.county-eske Atmosphäre prägen den typischen Vintage-Sound, der sofort zum Whiskeyglas rennen lässt. Der Gesang kommt mal Robert Plant-mäßig, mal etwas klarer und oftmals mehrstimmig, was dem Ganzen manchmal einen leichten Jam-Charakter verleiht.

Die Songs grooven allesamt sehr gut, einige Songs fahren dabei eher die balladeskere, ruhigere Schiene, wie „So Familiar“, „Love Revolution“ oder „Don’t Steal The Light“. Letzteres wartet gar mit einer Violine auf. Aber die Band kann auch flippigere, schnellere Nummern wie „Motortalkin’“, bei welchem die Gitarre herrlich mit Wah-Wah-Sound kooperiert. Die ungewöhnlichste Nummer finden wir im Titelsong mit Bongo-Intro und gospelartigen Frauen-Backgroundgesang. Amerikanische Südstaaten sind quasi ein weiterer Anhaltspunkt der Musik von My Dynamite.

Alles in allem eine gelungene Scheibe, ohne den ganz großen Aha-Moment zu bieten und mit nicht wirklicher Eigenständigkeit. Dafür mit viel Seele und Spaß an der Sache. Nicht besser, aber auch nicht schlechter als vergleichbare Bands. Um aus der Menge auszubrechen, brauch’s aber schon einer gehörigen Portion Glück.

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10

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