Review: SPEEDWHORE – „On The Verge Of Dysfunction (EP)“

speedwhore-on-the-verge-of-dysfunction

VÖ:  28.10.2016

Label:  Witches Brew

     Tracklist:

  1. The Sands Of Badr
  2. Project Babylon
  3. Alcoholic Force
  4. Lights Over Phoenix
  5. Staub und Kohle
  6. Dead City (Violent Force Cover)
  7. Born To Speed

Der Name ist Programm. Speedwhore aus München spielen pfeilschnellen Black-/Thrash, ich würde sogar auf Black’n Roll der schnellen Gangart tendieren, denn teilweise wirkt die Musik tatsächlich wie punkig angehauchte Motörhead, nur mit blackmetallischem Gesang.

Gegründet wurde die Band 2006 und nach einem ersten vollwertigen Album 2015 („The Future Is Now“) haben Speedwhore jetzt mit einer 10-years-anniversary EP nachgelegt, welche auf den Namen „On The Verge Of Dysfunction“ hört. Diese beinhaltet neben vier neuen Songs (inkl. Intro) auch den allerersten Song, den die Band je geschrieben hat („Alcoholic Force“), sowie mit „Dead City“ eine Coverversion der Thrash-Kult-Band Violent Force.

Geprägt wird der Sound von Speedwhore, wie erwähnt, durch rasend schnelle Black-/Thrash-Gewitter unterlegt mit derbem Brüll-Keifgesang von Tim Kuntze, der in jedem Song auch den ein oder anderen hysterischen hohen Schrei fahren lässt. Nach düsterem Intro legt die Band mit „Project Babylon“ gleich richtig fett los und verarbeitet in dem Song Saddam Hussein’s Superwaffe Ende der 80er, im ersten Golfkrieg entwickelt. Das Thema passt hervorragend zum aggressiven Charakter des Speedwhore-Abrisses, der einen hier ereilt. Dabei ist die Band fern von stumpfem Gebolze, sondern kann immer mal wieder im Tempo variieren, was aber der Härte und der grundlegenden Schnelligkeit keinen Abbruch tut.

Auch die restlichen Songs fahren diese Schiene und überzeugen mit druckvollem Drumspiel, in dem auch mal Tom Tom’s gefahren werden, was ordentlich Punch verursacht. „Dead City“, die Coverversion, reiht sich nahtlos ein und wirkt im Kontext der EP eher dazugehörig, denn fremd.

„Alcoholic Force“, „Lights Over Phoenix“ und das abschließende, programmatische „Born To Speed“ hauen dermaßen ins Mett, daß die 20 Minuten der EP wie im Flug vergehen und man gerne noch mal von vorne beginnt, um sich erneut ordentlich einen in die Fresse geben zu lassen.

Speedwhore, daß sind vier Jungs, die kompromisslos auf den Putz hauen und das trotz aller Schnelligkeit und derben Ausrichtung mit Stil. Würde mich nicht wundern, wenn der Band mit dem nächsten Fulltime-Album der große Wurf gelingt. Was für eine schnelle Hure !!

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  8 / 10

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