Review: FALLEN ARISE – „Adeline“

fallen-arise-adeline

VÖ:  30.10.2015

Label:  Rock Of Angels Records

    Tracklist:

  1. Prologue In D Minor
  2. The Curse Of Adeline
  3. We’re Becoming Gods
  4. Divine Bride
  5. Silent Weeping
  6. The Heart Of The Damned
  7. My Last Breath
  8. White Crystal Angel
  9. Funeral
  10. Music Box
  11. As Far The Memory Remains
  12. Oceans Of Time
  13. Epilogue

Aus Griechenland kommt eine Vielzahl herausragender Metal Bands unterschiedlichster Genres. So auch die Symphonic Metal Band Fallen Arise aus der Hauptstadt Athen. Die Anfänge reichen bis ins Jahr 2009 zurück. Die ersten Songs wurden geschrieben und im Dezember desselben Jahres gab es den ersten Live-Auftritt. Trotz Umbesetzung konnte die Band 2010 die EP “Eternal“ veröffentlichen. Im Jahr 2013 erschien dann das Debüt-Album “Ethereal”. Und zwei Jahre später das Konzeptalbum “Adeline”. Anfang diesen Jahres gehen Fallen Arise mit den Prog-Altmeistern von Fates Warningauf Tour. Grund genug einen Blick auf das aktuelle Werk der Band zu richten.

Auf dem Album wird die Geschichte des Mädchens Adeline erzählt. Im Intro “Prologue in D Minor” erfährt man Näheres. Adeline wurde im Jahre 1863 geboren und lebte mit ihrer Familie in einem kleinen Haus mitten im Wald. Aber auf sie fällt ein schwerer Fluch, nach dem sie an ihrem 18. Geburtstag ermordet werden soll.

“The Curse of Adeline” startet mit Piano-Klängen. Aber dann folgen druckvolle Gitarren und Schlagzeug-Passagen, die von Synthies unterlegt werden. Der Wechselgesang zwischen klarer Frauenstimme und Growls ist sehr melodisch. Die knallenden Riffs werden von einem verhalten klingenden epischen Chor begleitet. Beim epischen “We’re Becoming Gods” wird das Tempo etwas zurückgenommen, ein wunderschönes Duett prägt den Song. Die Stimmen von Spyla und Chris passen perfekt zueinander. Ein filigranes Gitarrensolo rundet den Song ab.

Beim längsten Song des Albums “Divine Bride” wechseln sich balladeske Melodien, epische Passagen und Orchester-Passagen ab. Durch diverse Melodie- und Rhythmus-Wechsel, bekommt er einen proggigen Touch. Zu den Songs “My Last Breath“ und “White Crystal Angel” hat die Bands Videos produziert. Bei  “My Last Breath” ist Bob Katsionis (Keyboard und Gitarre bei Firewind, Revolution Renaissance) zu hören. Für mich einer der Höhepunkte des Albums ist “White Crystal Angel”. Hier wird alles geboten, was modernen Symphonic-Metal auszeichnet. Knallende Riffs, epische Melodiebögen, eingängige Refrains. Dazu die Klasse-Gesangsleistung von Spyla.

As Far the Memory Remains” startet druckvoll. Dann wird der Song zu einer wunderschönen Piano-Ballade. Die Sängerin zeigt noch einmal ihr gesangliches Können. Hin und wieder kommen die anderen Instrumente dazu und der Song entwickelt sich zur Power-Ballade. Spyla und Chris singen wieder im Duett. Ein weiterer Höhepunkt des Albums. Mit dem “Epilogue” klingt das Album dann aus. Mit den Marsch-Trommeln und dem Vokalisen Chorus erinnert es mich ein wenig an “Conquest Of Paradise” (Vangelis), ist aber etwas rockiger und düsterer. Und die Sängerin kann zeigen, dass sich auch bei den hohen Tonlagen wohl fühlt.

Wenn ich das Wort “Konzept-Album” höre, habe ich zunächst große Bedenken, da das Songwriting häufig dem Konzept untergeordnet wird.  Nicht so bei “Adeline”. Die Geschichte zum Schicksal des Mädchens wird von grandiosen Symphonic Metal Songs erzählt. Die sehr epischen Melodien gleiten dabei nie ins Kitschige ab. Ich freue mich jetzt schon auf die Live-Show Ende Januar. Allerdings steht jetzt Fiona Creaby (Apparition) als Sängerin auf der Bühne. Zusätzlich wird die Band durch deren Band-Kollegin Gitarristin Amy Lewis unterstützt.

Autor:  Rainer Kerber

Bewertung:  8 / 10

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