Review: SANDNESS – „Higher & Higher“

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VÖ:  16.12.2016

Label:  Sleaszy Rider Records

       Tracklist:

  1. You Gotta Lose
  2. Street Animals
  3. Hollywood
  4. Promises
  5. Sunny Again
  6. One Life
  7. Light In The Dark
  8. Heat
  9. Perfect Machine
  10. Monster Inside Me
  11. Play With Fire
  12. Will You Ever

Sandness sind eine Hard Rock Band aus Italien, was man nicht vermuten würde, wenn man die Namen des Trios liest. Mark Denkley (vocals, bass), Robby Luckets (guitars, vocals) und Metyou ToMeatYou (ach du Sch…) (drums, vocals) klingen eher nach Amerika, nach Sleaze. Und ja, Sandness spielen auch diesen typisch amerikanischen Hard Rock, den man in den späten 80ern und frühen 90ern geniessen durfte.

„Higher & Higher“ ist bereits das zweite Album der Truppe, die nun auch schon immerhin seit 2008 existiert. Das Outfit haben die Jungs an den Stil angepasst. Lidschatten und Lederklamotten sind hierfür geradezu en vogue. Aber Sandness machen nicht den Fehler, auf Teufel komm raus mit sleazigen, frauenschlüpferzereissenden Songs den Sprung in die Liga von Bands wie Guns n Roses, LA Guns, Poison oder wie sie alle hießen und noch heißen zu schaffen, sondern bleiben eher bodenständig und erdig. So findet man mehr klassischen Hard Rock, der mal an Y & T erinnert oder in hairsprayigen Momenten eventuell noch an Hanoi Rocks. Der Sound klingt recht rauh und rauchig und nicht überkaschiert mit Pomp und Gloria.

Der Gesang von Mark Denkley kommt ab und an etwas leiernd rüber wie beim Opener „You Gotta Lose“. Das Tempo reicht von gediegen bis flott und de Gitarrist Robby hat schon das ein oder andere coole Solo drauf („Hollywood“). Auch wenn die Band mit mehrstimmigen Refrains aufwartet wie bei „Heat“ werden aus straighten Rock-Nummern eingängige Sing-A-Longs.

Fast selbstredend dürfen Akkustik-Gitarren und für die Weiblichkeit geeignete Balladen im Kontext einer Band wie Sandness nicht fehlen. Hier hat man Einiges eingebaut wie zum Beispiel „Promises“ was aber zu keiner Zeit cheesig wirkt. Auch „Light in the Dark“ setzt auf balladeske Momente, wobei die hier zum Einsatz kommende Violine eine gewisse Melancholik verbreitet. Und auch der Abschluß-Song „Will You Ever“ setzt auf sanfte Töne inklusive Piano.

Dies soll aber die Leistung von Sandness nicht schmälern. Die flotten Stücke überwiegen, sind teils fröhlicher Melodic Rock Natur („Sunny Again“) und bleiben bis zum Schluß gut gespielt und harmonisch inszeniert.

Es fehlt aber noch am Hit, den man im Nachhall in Erinnerung behält. An solchen Hits werden (sleazige) Rockbands halt gemessen und da kommt noch zu wenig. Ordentliches Handwerk…ja, Ohrwurm…hm, nur bedingt. Dafür sprühen die Jungs aber vor Tatendrang und bereits absolvierte Konzerte mit Adam Bomb, LA Guns und (hört, hört !) Tygers Of Pan Tang sollten eine gute Basis für kommende Liveaktivitäten gebildet haben. Ob’s für die Band immer higher & higher geht, wird die Zeit zeigen. Ein guter Auftakt für Liebhaber klassisch amerikanischen Hard Rocks ist gemacht.

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10

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