Review: ENDLESS CURSE – „Slave Breeding Industry“

endless-curse-slave-breeding-industry

VÖ:  Oktober 2016

Label:  Eigenproduktion

      Tracklist:

  1. We Lived In Chains
  2. Get Free
  3. Boiling Blood
  4. Listen
  5. I’m Too Old
  6. Breathe Greed
  7. False Flag

Übernehmen die Schweine jetzt die Herrschaft über die Menschheit ? Wird die Menschheit von Miss Piggy’s Verwandten versklavt ? Ja…zumindest wenn man sich das neue Album der Schwaben-Deather Endless Curse anschaut. Zigarre rauchendes Schwein und im Hintergrund Bilder von meschlicher Versklavung. Der Schweine-Spieß wird umgedreht…Nettes Artwork irgendwie !

Musikalisch haut das Trio, deren Ursprungsort-/Stadt verschwiegen wird, in die brutale Metal-Schiene. Auf dem Debut „Slave Breeding Industry“ gibt’s reichlich Death Metal Geballer, gepaart mit einigen schwarzmetallischen Zügen. Willi und Erik wechseln sich in derben Growls und Black Metal Gekeife ab. Der Opener „We Lived In Chains“ geht gleich dermaßen kompromislos zu Werke, daß sich bereits hier die Hörerschaft spalten wird. Der Gourmet technischer Feinheiten wird das Gelände fluchtartig verlassen, der Purist knallharter Spielart wird entzückt die Matte kreisen lassen.

Während der sieben Songs ändern Endless Curse ihre Ausrichtung nur in Nuancen. So lassen die drei Schwaben bei „Listen“ etwaige düster-doomige Spuren mit einlaufen, bevor man danach wild scheppernd alles zerstört. Dafür hat man hier coole Riffs am Start, die zwar fernab jeglich technischen Thrills liegen, aber dennoch gekonnt überzeugen.

Zu Beginn von „Breathe Greed“ haut Willi (oder doch Erik ?) einen nahezu unmenschlichen Scream raus. Der in Dunkelheit zuhörende wird sich ängtlich umschauen. Vor allem da Endless Curse bei diesem Song mit einer extrem fiesen Zerstörungswut und an der Grenze zum Black Metal operierend jedem Schöngeist die Fresse polieren.

Die abwechslungsreichste und technisch anspruchsvollste Nummer kommt zum Schluß mit „False Flag“. Äußerst mächtige Drums werden aufgefahren, tolle Riffs zu Beginn enthüllt und trotz manch düsterer Phase und klappernder Bridge entwickelt sich der Song insgesamt zu einer sehr powervollen Angelegenheit.

Wenn man sich die Bandfotos anschaut, mag man gar nicht glauben, daß es diese Jungs so extrem krachen lassen können. Aber, das Schwein…äh, der Schein trügt und „Slave Breeding Industry“ ist ein Album, welches nur für Leute in Frage kommt, denen der Death Metal nicht derb genug sein kann und die mit Black Metal keine Berührungsängste kennen. Gut gegrunzt, Pig !

Autor:  Kerbinator

Bewertung:  7 / 10

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