Review: LAST IN LINE – „Heavy Crown“

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VÖ:  19.02.2016

Label:  Frontiers Records

       Tracklist:

  1. Devil In Me
  2. Martyr
  3. Starmaker
  4. Burn This House Down
  5. I Am Revolution
  6. Blame It On Me
  7. Already Dead
  8. Curse The Day
  9. Orange Glow
  10. Heavy Crown
  11. The Sickness

Last In Line, da denkt der geneigte Hard Rock Fan doch gleich an den legendären Ronnie James Dio, der ja damals mit seiner Band DIO ein Album gleichen Namens veröffentlichte. Und tatsächlich verwalten Last In Line so ein klein wenig das Erbe von Ronnie, verstecken sich hinter der Band doch die ehemaligen DIO-Mitstreiter Vivian Campbell (guitars), Vinnie Appice (drums) und Jimmy Bain (bass). Leider verstarb letztgenannter Jimmy Bain Ende Januar 2016, so daß er die Veröffentlichung von „Heavy Crown“ nicht mehr miterleben durfte. R.I.P. Jimmy Bain.

Mit Andrew Freeman haben sich Last In Line eine sehr gute Hard Rock Stimme geangelt. Ein Sänger mit klarer Ausdrucksweise, manch rauher Phase und durchaus auch mal in Dio-ähnlichen Stimmlagen interpretierend.

„Devil In Me“ startet das Album als eingängiger Opener mit tollem Refrain und den typischen Campbell Gitarrenleads. Der Song geht als Hard Rocker der Axel Rudi Pell Schule durch und bereitet einen gelungenen Einstand. Mit „Martyr“ erleben wir danach einen ersten Eindruck, wie DIO heute klingen könnten, wenn der Meister noch leben würde. Freeman lenkt den Gesang in leicht andere Bahnen, man kann sich den Song aber durchaus vorstellen, wenn Ronnie ihn singen würde.

Ähnliche Songs gibt es auf „Heavy Crown“ mehrere („Blame It On Me“, „Curse The Day“), so daß gerade die hervorragende Instrumentalarbeit sehr oft die glorreiche DIO Zeit heraufbeschwört. DIO war auch ein begnadeter Songwriter, nur richtige Song-Enden wollten ihm irgendwie nie gelingen. Selbst diesen Umstand findet man auch bei Last In Line. Auch hier meint man bei einigen Songs, daß die Band das Ende nicht weiß und somit immer weiter spielt. Langweilig wird hier aber nichts.

Die Songs dieser Band auf DIO Ähnlichkeiten zu reduzieren würde Campbell, Bain, Appice und Co aber nicht gerecht, denn die Songs sind einfach gut gemachter Heavy Rock, der mal an Rainbow erinnert, mal an Pell (wie beim Opener) oder gar mal räudig werden kann, fast in Motörhead-Manier wie bei „I Am Revolution“.

Fazit: Ein tolles Hard Rock Album der alten DIO Recken mit einem erfrischend unverbrauchten Sänger. Dies ist keine Resteverwertung, sondern der geglückte Versuch, an eine glorreiche Zeit zu erinnern. Fans dürfen zweifelsfrei zugreifen, der qualitätsbewußte Hard Rocker sowieso. Und Jimmy…auch du wirst uns ewig in Erinnerung bleiben. Auch durch „Heavy Crown“.

Bewertung:  8 / 10 Punkte

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