Review: HOLY GROVE – „Holy Grove“

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VÖ:  18.03.2016

Label:  Heavy Psych / Cargo

     Tracklist:

  1. Death Of Magic
  2. Nix
  3. Holy Grove
  4. Huntress
  5. Caravan
  6. Hanged Man
  7. Safe Return

Holy Grove sind eine weitere Band, die sich dem Retro Sound der 70er verschrieben hat. Mittlerweile ist diese Bewegung unüberschaubar geworden, und man muß schon etwas Besonderes im Gepäck haben, um sich durchzusetzen.

Die Amis aus Portland/Oregon haben eine solche Besonderheit namens Andrea Vidal am Gesang. Ja, richtig…eine Frau singt bei Holy Grove und sofort kommen einem dabei Blood Ceremony in den Sinn. Aber Holy Grove sind anders. Sie mischen ihrem Sound eher doomig/stonermäßge Klänge bei und zitieren mehr als einmal die Hard Rock Klassikerbands der 70er.

Natürlich sind Tony Iommi und somit Black Sabbath allgegenwärtig, aber Andrea’s Stimme klingt eher wie der junge Robert Plant. Ich hätte nicht auf Anhieb vermutet, daß hier eine Frau singt. Die Songs sind allesamt kompetent gezockt, in langsamen bis Midtemop-Berich gehalten und fokusieren auf den Gesang.

Der Opener „Death of Magic“ ist noch recht soundgewaltig, aber bereits das folgende „Nix“ (toller Songtitel !) fällt bereits in teils psychedelische, verrauchte Pfade ab. Ab hier wird auch der seltsame Substanzen rauchende Hörer seine Freude haben. „Holy Grove“, „Huntress“ und „Caravan“ plätschern etwas als solide Sabbath-Zeppelin Nummern dahin, bevor man mit dem Herzstück des Albums und 9-Minüter „Hanged Man“ zum großen Rundumschlag ausholt.

Dieser Song könnte in Holy Groves History (wenn man denn am Ball bleibt) sozusagen als „Stairway to Heaven“ meets „Whole Lotta Love“ durchgehen, angereichert mit Master of Reality und Sabotage Kenntnissen.

Schlecht ist die Retro-Mucke von Holy Grove nicht, der Gesang von Andrea weiß zu überzeugen, musikalisch liegt man in der oberen Spielklasse. Aber ob das ausreicht, um die vielen Mit-Konkurrenten gleicher Spielart wegzufegen und zu überholen, darf bezweifelt werden. Die angesprochene Zielgruppe findet ein weiteres wertiges Stück Musik. Nicht mehr – aber auch nicht weniger.

Bewertung:   6 / 10

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